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20 Jahre Ohne Gentechnik – Österreich als europaweiter Vorreiter bei Landwirtschaft und Lebensmittel ohne Gentechnik

Am Dienstag 3. Mai 2017 lud die ARGE Gentechnik-frei nach Wien ein um ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern - 20 Jahre ohne Gentechnik in Österreich


Mit 1,226 Mio. Unterschriften unter das Gentechnik-Volksbegehren haben Österreicherinnen und Österreicher im April 1997 der Gentechnik auf Feldern, im Regal und auf den Tellern eine klare Absage erteilt. 20 Jahre danach ist Österreich in Europa unbestrittener Vorreiter und Vorbild in der Gentechnik-freien Produktion: Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist verboten, die weitere Verankerung der Gentechnik-Freiheit in Österreich und Europa, auch angesichts neuer Züchtungstechniken, ist unbestrittenes und gemeinsames Ziel von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Kein anderes Land verfügt über ein derart breites Angebot kontrollierter Lebensmittel mit der Qualitätsauslobung „Ohne Gentechnik hergestellt“.

Florian Faber, Geschäftsführer der ARGE Gentechnik-frei

 

„Ohne Gentechnik hergestellt“ – Markenzeichen für österreichische Qualitätsprodukte

Das Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ war Europas erstes und erfolgreichstes Kennzeich­nungs­system für Gentechnik-frei erzeugte Lebens­mittel.

Heute sind mehr als 3.300 österreich­ische Lebens­mittel mit dem Kontroll­zeichen „Ohne Gentechnik her­ge­stellt“ ausgelobt. Bei Milch und Molkerei­produkten, Eiern sowie beim Großteil des Geflügel­fleisches (Huhn, Pute) ist die Gen­tech­nik-Freiheit zum Branchenstandard geworden. 

 https://www.20jahreohnegentechnik.at/

 

Gentechnikfreie Futtermittel – Kontrolle

 

Das Futtermittel entscheidet ob ein Lebensmittel aus der tierischen Produktion als gentechnikfrei vermarktet werden darf. Darum führen wir seit 2012 als erstes österreichisches Mischfutterunternehmen das Kontrollzeichen der ARGE-Gentechnikfrei auf den Produkten.

Nicht die Ideologie, sondern der hohe Aufwand und das Risiko sind für ein anfangs skeptisches Verhalten der Mischfuttererzeuger verantwortlich. Geringe Verschleppungen von gentechnisch verändertem Material können zu massiven wirtschaftlichen Schaden führen, der im schlimmsten Fall die Existenz eines Mischfutterherstellers gefährdet. Es ist daher im eigenen Interesse Futtermittelrohstoffe, sowie die fertigen Futtermittel streng zu kontrollieren, und die Futtermittelherstellung in Blockproduktion mit Spülchargen bzw. in eigene Werken oder Mischlinien zu führen. Mindestens einmal jährlich wird das Mischfutterwerk von einer unabhängigen akkreditierten Kontrollstelle geprüft.

 

Fixkraft-Futtermittel – zu  88 % gentechnikfreie Futtermittel

Fixkraft hat zwei neue Werke errichtet und € 11,3 Mio.  investiert um die räumliche Trennung von BIO, Gentechnikfrei und Konventionell zu gewährleisten. Während in der BIO-Fütterung Gentechnikfreiheit immer schon ein Muss war, wird auch im konventionellen Bereich ein Wandel und Umdenken sichtbar. Die Ernährung von Milchkühen, Ziegen und Lämmern, Kaninchen, Legehennen der Masthühner und der Puten ist beinahe vollständig auf gentechnikfreie Futtermittel umgestellt. Ebenso wird in der Fütterung von Wildtieren und Pferden auf  gentechnikfreies Futter gesetzt. Seit dem  Jahr 2016 liegt bei Fixkraft der Anteil von gentechnikfreien Futter bei 88 %.

Bei der Rohstoffbeschaffung liegt das Augenmerk auf Regionalität. Sind heimische Rohstoffe, wie beispielsweise Sojaschrot,  in entsprechender Qualität nicht verfügbar wird auch importiert bzw. aus Übersee bezogen. So wird eine wirtschaftliche, regionale tierische Veredelung ermöglicht.

 

Gentechnikfreie Schweinefütterung – eine Nische

Für Schweine ist die Gentechnikfreiheit eine Nische. Um diesen Nischenmarkt zu bedienen wurden namhafte Markenprogramme ins Leben gerufen, die gentechnikfreies Schweinefleisch als Premiumprodukt positionieren. Eine generelle Umstellung auf gentechnikfreie Fütterung in Österreich würde aus heutiger Sicht jährliche Mehrkosten von ca. € 40 Mio. bedeuten.  Schweine sind der größte Verbraucher von Sojaschrot. Von geschätzten 550.000 to Sojaschrotbedarf in Österreich, werden ca. 63 % für die Schweinefütterung benötigt. Die Marktgegebenheiten, geschuldet durch Schweinefleischimporte und –exporte, sowie dem hohen Anteil der für günstige Verarbeitungsware verwendet wird, sind Verantwortlich für den Einsatz von nicht gentechnikfrei zertifizierten Soja.

 

 Gesundes Tier - Gesunder Mensch

Fixkraft Mitarbeiter sehen es als ihre Aufgabe durch eine optimale Fütterung einen wesentlichen Beitrag für einen gesunden Tierbestand beim Landwirt zu leisten. Nur gesunde Tiere können die Bevölkerung mit gesunden und schmackhaften Eiern, Milch und Fleisch versorgen.

 

Fotogalerie: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/9276