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Getreide: Gute Erträge – geringe Abgabebereitschaft | Soja: Niedrige Preise – geringe Nachfrage

Ernteschätzung 31.08.2019


Die Weizenernte in der EU ist weitgehend abgeschlossen. Wie bereits im Juli, spricht auch im August der ADM-Marktbericht von guten Erträgen und Qualitäten, die jedoch mit einer geringen Abgabebereitschaft der Landwirte einhergehen. In der Schwarzmeerregion haben die Preise etwas nachgegeben. Da die Qualitätsanforderungen für Weizen im arabischen Raum herabgesetzt wurden, ist jedoch mit einem Abfluss von Weizen aus der Schwarzmeerregion zu rechnen. 

Nach der Veröffentlichung von guten Schätzungen für die US-Maisbestände, zeichnet sich auch beim Mais ein ähnliches Bild ab: Preise sind etwas unter Druck, doch die Abgabebereitschaft der Landwirte dementsprechend gering. Wie sich die Preise weiter entwickeln, hängt unter anderem davon ab, ob sich die zuletzt hohen Temperaturen in Teilen Europas negativ auf die Erträge bei der bevorstehenden Ernte auswirken werden. 

Das im Marktbericht als „üppig“ bezeichnete, weltweite Angebot an Sojabohnen steht nach wie vor einer geringen Nachfrage gegenüber. Der Markt leidet immer noch an den Folgen der afrikanischen Schweinepest in China. Die fehlende Nachfrage nach Sojaschrot zur Schweinfütterung, wird in China nicht durch den wachsenden Geflügelsektor kompensiert. Die Preise für Sojabohnen an der Börse in Chicago sind auf einem langjährigen Tief. Neue Auflagen in der Logistik gefährden jedoch die Frachtraten und somit die Preise für Soja in den Destinationen des Bedarfs.  

 

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