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Neues vom Rohstoff-Markt

05.05.2020


Bei Weizen war das Geschäft im April allgemein eher verhalten. Das Hauptaugenmerk bleibt besonders in Bezug auf die neue Ernte das Wetter. Zuletzt war es eher trocken in der EU sowie auch im Schwarzmeerraum, jedoch gab es um den Monatswechsel wieder ein bisschen Entspannung durch Niederschläge. Russland hat angekündigt den Getreideexport auszusetzen. Generell wird mit großem Interesse die Nachfrageseite des Weizens, aufgrund der anhaltenden Corona Krise, beobachtet.

Bei Gerste ist derzeit zu erwarten, dass die Endbestände bevor man in die neue Saison geht, höher als erwartet liegen. Aufgrund der Covid-19 Ausbreitung ist es ebenfalls zu einer Reduktion der Biernachfrage gekommen, was sich bereits am Gerste-Markt bemerkbar macht. In der aktuellen Saison ist der Markt eher technisch, und für die neue Ernte ist wie beim Weizen die Trockenheit ein Thema. Hier ist die Wetterentwicklung in den nächsten Tagen im Auge zu behalten.

Der Sojakomplex hat auf der Börse in Chicago die Gewinne vom März wieder abgebaut. Dies ist hauptsächlich von der Nachfrageseite zu argumentieren, da in den USA Schlachthäuser Aufgrund von Corona Erkrankungen geschlossen wurden. Hier sind auch die Fleischpreise stark unter Druck geraten. Entscheidend wird sein, wie schnell die Schlachtkapazitäten wieder zurückkommen, um die Nachfrage wieder anzukurbeln. In Argentinien hat der Verkauf von Bohne an die Verarbeiter begonnen. Hier kann die Inlandslogistik bei der Verfügbarkeit ein Problem darstellen. In Brasilien sind die Exporte weiterhin auf sehr hohem Niveau – die Frage ist wie lange noch.