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Rohstoff-Update

3. März 2020


Weizen in Europa, besonders in Deutschland / Frankreich, stößt auf große Nachfrage im Export. Daher setzt sich der Warenfluss von EU Weizen in Richtung Drittland auf hohem Niveau weiter fort. In der Schwarzmeerregion hat es zuletzt eine Preiskorrektur nach unten gegeben – der EU Weizen blieb dadurch jedoch unbeeindruckt und kann sein Preislevel halten. Eine niedrige Verkaufsbereitschaft der Landwirte in Kombination mit guten Aussichten auf die neue Ernte stellen einen ausgeglichenen Markt dar. Die Börsen in Chicago und Paris haben ihre Kurse zuletzt wieder nach unten korrigiert, wofür die Hauptursachen in Währung, Corona Virus und Handelspolitik zu suchen sind. Für die nächsten Wochen sollten die Niederschläge beziehungsweise deren etwaiges Ausbleiben, sowie auch die internationalen Lagerbestände (Ending Stocks) beobachtet werden.

Auch bei Mais in Europa kann eine saisonbedingte niedrige Verkaufsbereitschaft der Produzenten beobachtet werden. Wie beim Weizen sind die Haupteinflussfaktoren beim Mais die Ausbreitung des Corona Virus und die Handelspolitik zwischen China und USA. Die USA exportiert derzeit mit verhältnismäßig niedriger Geschwindigkeit. Die Börsenkurse haben zuletzt etwas abgeschwächt – jedoch konnte der EU Mais sein Preisniveau halten. Die Konsumenten scheinen Großteils für die nächsten 1-2 Monate gut gedeckt zu sein, was dem Markt ebenfalls nicht viel Bewegung beschafft.

Beim Soja sind aktuell alle Augen auf Südamerika gerichtet. Die Ernteeinschätzung sowie auch die Wetterbedingungen sind sehr gut und übersteigen teilweise sogar die Erwartungen des Marktes. Brasilianische Produzenten haben aktuell aufgrund der schwachen lokalen Währung eine hohe Verkaufsbereitschaft und stoßen dabei auf ebenfalls hohes Kaufinteresse, da aktuell die Brasilianische Bohne in US-Dollar am günstigsten ist. Es treten erste größere Zweifel an dem Handelsabkommen USA-China auf. Sojaschrot auf der anderen Seite präsentiert sich in einem anderen Licht. Die Preise sind aufgrund geringerer Verarbeitung in Argentinien und guter Nachfrage für Schrot stabil geblieben. Auf den Börsen konnte der Sojaschrot Mai Kontrakt zuletzt wieder die 300er Marke nach oben durchbrechen und Kursgewinne verbuchen.