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Rohstoff-Update

2. April 2020


Weizen war im letzten Monat ein zweischneidiges Schwert. Am Beginn des Monats waren die Preise Aufgrund des Corona Virus stark gesunken. Danach fokussierte sich der Markt auf Fakten zum französischen Exportprogramm, Wetterbedingungen und Anbauflächen. Dies verhalf zuletzt der MATIF wieder zu Kursgewinnen. An der Börse war der Wechselkurs von Euro zu US Dollar auch ein entscheidender Faktor für die Preisgestaltung und gab die Kursschwankungen an die Weizenkontrakte weiter. Dadurch gab es mitunter große Volatilität innerhalb eines Tages. Im Allgemeinen sind die Aussaatbedingungen in Europa gut, jedoch hält sich die Verkaufsbereitschaft der Landwirte für neue Ernte in Grenzen. In der aktuellen Saison gab es zuletzt besonders von Mühlen starke Nachfrage. Wie sich die Situation weiter entwickeln wird, wenn Hamsterkäufer ihre Läger aufgefüllt haben, bleibt mit Spannung zu beobachten.

Mais war ebenso wie Weizen von der Ausbreitung des Corona Virus betroffen und musste Preisverluste hinnehmen. Ein interessanter Faktor bei Mais ist der wirklich niedrige Rohölpreis, welcher von einigen großen Produktionsländern weiter tief gehalten wird. Die Bio Ethanol Produzenten haben hier Probleme profitabel zu bleiben, was weitere Mengen an Mais auf den Markt bringt. Ein großes Thema bleibt hier die Logistik in den Europäischen Ländern. Hier hat ausländische Ware oft eine Risikoprämie, was sich mit einer Entspannung der Viruslage wieder normalisieren sollte. Wann das passieren wird, ist natürlich ungewiss.

Beim Sojakomplex sind die Ernteerwartungen für Brasilien und Argentinien zuletzt leicht herabgesetzt worden. Die Angebotsseite hat den Markt nicht so stark im Griff wie die Nachfrage, welche von dem Corona Virus und Rohölpreis beeinflusst sind. Aufgrund von Wechselkursveränderungen zeigen Brasilianische Landwirte eine gute Verkaufsbereitschaft bei der Bohne. Der Preis für Sojaschrot ist in den letzten Wochen wesentlich für alle Sorten gestiegen. Neben den leicht schwächeren Ernteerwartungen, tragen auch eine höhere Exportsteuer in Argentinien und logistische Probleme in Brasilien ihren Teil dazu bei.