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Rohstoff-Update

3. Juni 2020


EU Weizen in der altern Ernte ist am Auslaufen, und der Markt fokussiert sich zunehmend auf die neue Saison. Durch diesen Fokus rückt auch das Wetter immer weiter ins Bild. Dieses war zuletzt in Europa durchwachsen. Zum Beispiel waren die Witterungsbedingungen in Spanien und im Baltikum bisher gut, jedoch ist es aus heutigem Stand noch immer in Teilen Nordwest Europas zu trocken. Dem gegenüber stehen große Lagerbestände. Bei der alten Ernte gibt es wenig Nachfrage und wenig Angebot.

Mais hat sich in der EU im Mai seitwärts bewegt. Das Angebot, global gesehen, ist sehr groß und es sieht aus heutiger Sicht auch nach guten Bedingungen in den Hauptanbaugebieten (Europa, Schwarzmeer & Nordamerika) für die kommende Ernte aus. Niedrige Preise außerhalb der Union haben die EU dazu bewegt einen Importzoll einzuführen.

Das Geschäft mit der Gerste läuft in der alten Ernte auch nur mehr sporadisch. Es gibt ein gutes Angebot aus der vorherigen Saison (teilweise wird Braugerste als Futtergerste gehandelt!) und aus heutiger Sicht sind die Ernteerwartungen für die kommende Saison ebenfalls gut. Dies gilt für EU sowie auch für die Schwarzmeerregion.

Der Sojakomplex im gentechnisch-veränderten Bereich hat sich zuletzt zunehmend entspannt. Gründe dafür sind Lockerungen bei den Corona Restriktionen in der EU, ein schwächerer US Dollar und allgemein schwächere Nachfrage. Diese entspannte Lage ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da Brasilien derzeit bereits 90% der aktuellen Ernte verkauft hat. In Argentinien steigen die Preise für Sojaschrot ebenfalls. Der Futures Markt in Chicago zeigt sich davon unbeeindruckt und notiert in einer geringen Preisspanne. Dies ist hauptsächlich den guten Wetterbedingungen in den USA zu verdanken. Politisch gesehen bleibt mit Spannung zu erwarten wie sich der Schlagabtausch zwischen USA und China weiterentwickelt.