Sie befinden sich im Webshop  
LOGIN

Rohstoff-Update

4. Februar 2020


Weizen wurde sowohl an den Börsen als auch auf den physischen Märkten im Jänner höher notiert. Erst gegen Ende des Monats gab es Kursverluste – hauptsächlich beeinflusst durch die Lage in China mit bisher noch ungewissem Ausmaß beim Corona Virus. Die Logistik scheint für den Export derzeit die größte Herausforderung zu sein. In Deutschland / Polen ist diese durch die Witterung – in Frankreich durch Streiks beeinträchtigt. Die Niederschläge der letzten Tage wirken sich sehr positiv auf die Feuchtigkeitsreserven im Boden aus, welche sicher nach den trockenen Sommermonaten einiges an Aufholbedarf haben. Mit Spannung bleibt zu erwarten, wie sich das Wetter in den nächsten Wochen / Monaten verhält und ob die defizitäre Bodenfeuchtigkeit, verschuldet auch durch einen bisher milden und trockenen Winter, sich wieder auf ein Normalniveau begibt.

EU Mais konnte dem Beispiel von Futterweizen folgen und marginal höher schließen. Im Futtermittel findet Mais weiterhin Verwendung, obwohl Weizen eine gute Qualität für die Industrie diese Saison bietet. Es ist in der nächsten Zeit zu erwarten, dass auch der Maispreis eher von dem US – China Handelsabkommen und dem Corona Virus beeinflusst wird, als von fundamentalen Daten. Das Handelsabkommen ist zwar mit 15. Jänner unterzeichnet worden, jedoch ist deren Umsetzung und Ausmaß noch offen, beziehungsweise zweifelhaft.

Der Sojakomplex ist an der Chicagoer Börse seit dem Jahreswechsel, durch die Ereignisse in China unter Druck geraten. Interessanter Weise hat sich der physische Markt jedoch gefestigt. Dies liegt daran, dass ein Teil der argentinischen Sojabohnen Ernte als Währungs- und Inflationsschutz zurückgehalten wird. Dieser Mangel im Angebot spiegelt sich auch in höheren Preisen anderer Ursprünge. Die Ernteerwartungen in Brasilien sehen sehr gut aus, jedoch geht die Ernte verhältnismäßig langsam voran. Die nächsten Hauptfaktoren für die Preisbildung werden der Virus und die damit verbundenen Importe nach China sein, sowie auch der Erntefortschritt und das Verkaufsverhalten der Produzenten in Südamerika.