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Rohstoff-Update

02.01.2020


An der Europäischen Börse festigt sich der Kurs des West-EU Weizens. Es stehen sich ein gutes Angebot und ein aktives Exportvolumen (z.B.: Algerien) gegenüber. Auch im Vergleich zu Weizen aus der Schwarzmeerregion bleibt Zentral- und Westeuropäischer Ursprung konkurrenzfähig. Mit großer Spannung wird die Frühjahresaussaat erwartet, da Aufgrund der feuchten Witterung in den letzten Monaten des Jahres 2019 (vor allem in Großbritannien) weniger Winterweizen ausgesät wurde. Die Flächen für Sommerweizen, sowie auch die Frühjahreswitterung dürften die nächsten interessanten Faktoren für die Preisbildung des Weizens werden.

Die Aktivitäten im EU-Maishandel waren auch vor den Feiertagen relativ gering, was sich über Weihnachten und Neujahr fortsetzte. Dies lässt sich mit einer guten Deckung seitens der Verarbeiter und Kunden erklären. Für Termingeschäfte werden derzeit noch recht hohe Aufgelder verlangt. Da die Kunden oft nicht bereit sind diese zu zahlen – ist der Handel ruhig. Es bleibt mit Spannung zu erwarten, wie sich diese Pattstellung entwickelt.

Weiterhin bleibt der Sojakomplex von den Handelsgesprächen zwischen USA und China dominiert. Das Schema war in den letzten Monaten immer vergleichbar. Wenn eine Einigung wahrscheinlich und „kurz“ bevorstand, gingen die Börsenkurse ins Plus. Als es nach nicht sehr guten Beziehungen zwischen den beiden Parteien aussah, fielen die Kurse. Die zuletzt leichte Festigung der Börse lässt sich ebenfalls durch diese Kräfte erklären. Die Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest in China, welche derzeit noch nicht in konkrete Zahlen zu fassen sind, werden die Höhe der Nachfrage für Proteine in der Volksrepublik beeinflussen und dadurch die Weltpreise mitgestalten.