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Wetter, Überschwemmungen und "Dauerbrenner" Handelskonflikt beeinflussen Getreide- und Eiweißpreise

Ernteschätzungen 02.04.2019


Dem ADM-Marktbericht vom 29. März 2019 ist zu entnehmen, dass die Preise für Mais und Weizen nach einer Reduktion in der ersten Hälfte des Monats, in der zweiten Monatshälfte wieder angezogen haben. Die Exportmengen von Weizen sind gestiegen, wobei sie noch unter jenen vom Vorjahr liegen. Wie sich der Weizenpreis weiter entwickelt, wird zum großen Teil von der Wetterentwicklung bis zur Ernte abhängen. Im Süden von Europa sind die Böden aktuell zu trocken.   

Gründe für die Preiskorrektur bei Mais waren eine höhere Nachfrage aus Nordeuropa und Nachrichten von Überschwemmungen in den USA. Inwieweit die Überschwemmungen den Anbau und somit in weiterer Folge die Erträge tatsächlich beeinflusst haben, wird für die weitere Preisentwicklung interessant sein. Natürlich bleibt auch der Handelskonflikt zwischen USA und China weiterhin ein großer Einflussfaktor auf die weitere Preisentwicklung.

Bei Sojabohnen/Sojaschrot berichtet der ADM-Marktbericht von keinen wesentlichen Veränderungen. Die Reduktion der Produktion von Sojabohnen in Brasilien sollte durch eine wesentlich höher erwartete Ernte in Argentinien mehr als kompensiert werden. Dieser Umstand, sowie die aktuell hohen Lagerbestände von Sojaschrot in der EU, sprechen gegen einen neuerlichen Anstieg der Preise. Dementgegen steht die Ungewissheit um den Ausgang der Handelskonflikte zwischen China und USA, sowie die Sorgen um die Folgen der Schweinepest in China und um die Folgen der Überflutungen in den USA.

 

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